Klima-Initiative: Alpen brauchen wirksamen Klimaschutz

 

Die Klima-Initiative ist da notwendig, wo die Natur besonders sensibel auf Veränderungen reagiert: in den Alpen und im Berggebiet. Unsere Städter brauchen den Klimaschutz. Unsere Alpenbewohner sind existentiell auf ihn angewiesen. Die Schweiz als Alpenland tut gut daran, den Klimaschutz ernst zu nehmen.

Das Naturerlebnis Gletscher bewahren – in Kürze

 

- Das Berggebiet und die Alpen sind durch die Klimaerwärmung besonders betroffen. Der Anstieg der Temperaturen und die Wetterveränderungen führen zu Erosion, Abschmelzen der Gletscher, zum Auftauen des Permafrostes und machen teuren Katastrophenschutz notwendig.

- Der Tourismus in den Bergen leidet genauso wie die Attraktivität der Landschaft. Ein Vrenelisgärtli (Glärnischmassiv, GL) ohne Firn, Skipisten ohne Schnee oder öde Geröllfelder statt bläulich schimmernde Gletscher sind schlecht für die Attraktivität der Alpen als Ferienregion.

- Die Schweiz positioniert ihren Tourismus als "Naturerlebnis" – zu Recht. Eine engagierte Klimapolitik passt zu dieser Positionierung.

- Schweizer Unternehmen werben mit dem Naturerlebnis der Alpen: im Tourismus, für Nahrungsmittel sowie für Dienstleistungen. Die Klima-Initiative hilft mit, dass Edelweiss, Matterhorn und Co. weiterhin glaubwürdig für die Schweiz werben können.

- Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Das soll weiter so bleiben.

 

Requiem für die Gletscher

Bergführer Marco Bomio zeigt es: Geröllhalden, ein See und magere Eisreste. Das ist alles, was vom einst "Ewigen Eis" ob Grindelwald noch bleibt. "Seit 1850 hat der Grindelwaldgletscher mehr als die Hälfte verloren."

Dass die Gletscher viel schneller schwinden als befürchtet, zeigen auch Fotovergleiche:

http://www.gletscherarchiv.de/fotovergleiche

"Wichtigste Industriebranche wird nach Ansicht der Autoren die Pharmaindustrie bleiben, ausserdem wird Wachstum bei der Entwicklung von Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz erwartet."

NZZ vom 9.7.2010 zur Studie "Erfolgsmodell Schweiz" der Credit Suisse

 

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen?

Erinnerung National-rätinnen und Nationalräte an ihre Wahlversprechen 2007

 

“In der Wirtschaft mehren sich die Stimmen, die im Klimaschutz mehr Chance als Last sehen. Es bleibt zu hoffen, das der Ständerat dafür mehr Gehör hat - und er zum mutigen Ziel auch die passenden Instrumente beschliesst."

Kommentar Tages-Anzeiger zu Debatte Nationalrat, 2. Juni 2010

 

Hanspeter Danuser, ehem. Kurdirektor St. Moritz:
"Der Schweizer Tourismus lebt von der intakten Bergwelt und vom Wintersport. Deshalb fordere ich, dass die Schweiz den Klimaschutz ernst nimmt und sich mehr als minimale Ziele setzt."

Prof. Martine Rebetez, Klimatologin:
"In der Schweiz steigen die Temperaturen seit zirka 30 Jahren um 0.5°C pro Jahrzehnt an und es ist damit zu rechnen, dass sich die Erwärmung fortsetzt. Wir müssen uns sowohl hier, als auch weltweit, für eine massive Reduzierung der Treibhausgasemissionen einsetzen."

 
 
 
xeiro ag