
Die Wissenschaft und seit der Klimakonferenz in Kopenhagen auch die Politik sind sich einig: Eine Klimaerwärmung von zwei oder mehr Grad gegenüber vorindustriellen Mitteltemperaturen muss verhindert werden. Nur so lassen sich die gefährlichsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern.
Soll die Erwärmung mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% unter zwei Grad bleiben, so müssen Industrieländer wie die Schweiz ihre Emissionen bis 2020 um 40% reduzieren (Referenzjahr 1990).
Die Volksinitiative fordert den politischen Kompromiss von mindestens 30% Reduktion im Inland, welcher durch zusätzliche Auslandsmassnahmen ergänzt werden kann.

Bundesrat Moritz Leuenberger:
"Für das 2-Grad-Ziel sind 40 Prozent Absenkung der Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 das rechnerische und logische Ergebnis."
Basler Zeitung 18.11.2009
Seite Wirtschaft:
Im Umfeld von Kopenhagen fordern im Dezember 2009 namhafte Schweizer Firmen vom Bundesrat eine engagierte Klimapolitik wie Deutschland oder Schweden. Diese beiden Länder haben sich für ein Reduktionsziel von 40% der Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 entschieden.
"Wichtigste Industriebranche wird nach Ansicht der Autoren die Pharmaindustrie bleiben, ausserdem wird Wachstum bei der Entwicklung von Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz erwartet."
NZZ vom 9.7.2010 zur Studie "Erfolgsmodell Schweiz" der Credit Suisse

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen?
Erinnerung National-rätinnen und Nationalräte an ihre Wahlversprechen 2007
“In der Wirtschaft mehren sich die Stimmen, die im Klimaschutz mehr Chance als Last sehen. Es bleibt zu hoffen, das der Ständerat dafür mehr Gehör hat - und er zum mutigen Ziel auch die passenden Instrumente beschliesst."
Kommentar Tages-Anzeiger zu Debatte Nationalrat, 2. Juni 2010

Hanspeter Danuser, ehem. Kurdirektor St. Moritz:
"Der Schweizer Tourismus lebt von der intakten Bergwelt und vom Wintersport. Deshalb fordere ich, dass die Schweiz den Klimaschutz ernst nimmt und sich mehr als minimale Ziele setzt."
Prof. Martine Rebetez, Klimatologin:
"In der Schweiz steigen die Temperaturen seit zirka 30 Jahren um 0.5°C pro Jahrzehnt an und es ist damit zu rechnen, dass sich die Erwärmung fortsetzt. Wir müssen uns sowohl hier, als auch weltweit, für eine massive Reduzierung der Treibhausgasemissionen einsetzen."