

Wir brauchen einen griffigen Klimaschutz. Kommende Generationen sollen Handlungsoptionen offen haben. Wir müssen daher rasch von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas unabhängiger werden und die schlimmsten Folgen der Klimaerwärmung jetzt verhindern.
- Die Wissenschaft ist sich einig: Eine Klimaerwärmung von zwei oder mehr Grad muss verhindert werden. Nur so lassen sich die gefährlichsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern.
- Soll die Erwärmung mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% unter zwei Grad bleiben, so müssten Industrieländer wie die Schweiz ihre Emissionen bis 2020 um 40% reduzieren (Referenzjahr 1990).
- Verschiedene europäische Länder (England, Deutschland, Schweden und Norwegen) und vom Klimawandel besonders betroffene Länder (Costa Rica und Malediven) haben deshalb Reduktionsziele von 40% und mehr bis 2020 angekündigt oder bereits gesetzlich festgeschrieben.
- Die Volksinitiative für ein gesundes Klima fordert lediglich den schweizerischen, politischen Kompromiss von 30% Reduktion im Inland, welcher durch zusätzliche Auslandsmassnahmen ergänzt werden kann.
- Die fossilen Energieträger werden knapp. Die Klima-Initiative ist notwendig, um rasch Alternativen zu haben.
- Die Schweiz ist mit ihrer Forschung, dem hohen technischen Entwicklungsstand und der Innovationskraft der Wirtschaft bestens gerüstet, um aktiven Klimaschutz zu betreiben.
- Die Länder des Südens sind von der Klimaerwärmung besonders stark betroffen. Die Schweiz muss jetzt glaubhaften Klima-Schutz betreiben und einen Beitrag zur Klima-Gerechtigkeit (climate justice) leisten.

Konrad Graber, CVP-Ständerat und VR-Präsident von Emmi AG:
"Die Reduktion des CO2-Ausstosses ist für unsere Gesellschaft auch finanziell von Interesse. So hat das Bundesamt für Umwelt Emmi aufgrund seiner Anstrengungen von der CO2-Abgabe befreit. Dank einer Dampfzentrale mit Holzschnitzelfeuerung konnte das Unternehmen letztes Jahr 1.6 Millionen Liter Heizöl einsparen."
Zitat Debatte CO2-Gesetz, 8. März 2011
"Wichtigste Industriebranche wird nach Ansicht der Autoren die Pharmaindustrie bleiben, ausserdem wird Wachstum bei der Entwicklung von Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz erwartet."
NZZ vom 9.7.2010 zur Studie "Erfolgsmodell Schweiz" der Credit Suisse

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen?
Erinnerung National-rätinnen und Nationalräte an ihre Wahlversprechen 2007
“In der Wirtschaft mehren sich die Stimmen, die im Klimaschutz mehr Chance als Last sehen. Es bleibt zu hoffen, das der Ständerat dafür mehr Gehör hat - und er zum mutigen Ziel auch die passenden Instrumente beschliesst."
Kommentar Tages-Anzeiger zu Debatte Nationalrat, 2. Juni 2010

Hanspeter Danuser, ehem. Kurdirektor St. Moritz:
"Der Schweizer Tourismus lebt von der intakten Bergwelt und vom Wintersport. Deshalb fordere ich, dass die Schweiz den Klimaschutz ernst nimmt und sich mehr als minimale Ziele setzt."
Prof. Martine Rebetez, Klimatologin:
"In der Schweiz steigen die Temperaturen seit zirka 30 Jahren um 0.5°C pro Jahrzehnt an und es ist damit zu rechnen, dass sich die Erwärmung fortsetzt. Wir müssen uns sowohl hier, als auch weltweit, für eine massive Reduzierung der Treibhausgasemissionen einsetzen."